Neumarker auf Platz zwei und drei

Beim Planspiel Börse sind fast 70 vogtländische Teams angetreten. Teilnehmer aus der Oberschule in Neumark waren weit vorn dabei.

Neumark/Auerbach. 69 Teams hatten sich 2013 vogtlandweit an dem von der Sparkasse initiierten Wettbewerb beteiligt. "Mit richtigem Geld würde ich das auf keinen Fall machen", sagt Gregor Martin. "Man kann ganz schön schnell mal was verlieren." Aus dem Planspiel Börse sind er und seine Mit-Zocker Vuong Doan Minh und Tim Peterfi vom Auerbacher Goethe-Gymnasium nicht nur schlauer, sondern auch als Sieger hervorgegangen. Gestern nahm die Siegergruppe aus der Klasse 9/2 Urkunden, Rucksäcke und für die gesamte Klasse eine Einladung in die Gläserne Manufaktur nach Dresden entgegen. Den zweiten und dritten Preis holten sich Teams der Oberschule Neumark.

Heiko Bäß zollt seinen Schülern Respekt. "Das ist der erste Einstieg, wie man mit Geld umgeht", sagt der Fachlehrer für Gemeinschaftskunde, Rechtserziehung und Wirtschaft. Vom Ergebnis ist er überrascht. "In kurzer Zeit haben sie aus 50.000 Euro Startkapital 54.217 Euro gemacht - und das bei den vielen Spielgruppen." Er stellte das Lernspiel lediglich vor. "Die Schüler haben dann selbstständig zuhause gearbeitet." Insgesamt 18 Teams aus den Klassen 9 bis 12 zockten am Goethe-Gymnasium um die Wette. Zum ersten Mal landete eine Gruppe auf Platz eins.

Der gesamte Vorgang spielt sich im virtuellen Raum ab. Auch reales Geld bekommen die Schüler nicht in die Hand. "Sie müssen sich beim Online-Portal anmelden und haben in ihrem Depot die 50.000 Euro zur Verfügung", erläutert Saskia Dorsch, Kundenbetreuerin der Sparkassen-Geschäftsstelle Auerbach, das Prozedere. Ansonsten herrschen identische Bedingungen. Gesetzt werden könne auf alles, was an der Börse notiert wird. Auch die Wertpapierkurse sind real.

Die Siegergruppe entschied sich für Aktien einer Fastfood-Kette und einer Holzfällerfirma. "Das hat gereicht", findet Gregor Martin. "Wir waren vier Tage richtig aktiv." Das bedeutete: Kursverläufe quasi ständig im Auge behalten, kaufen, verkaufen oder eben passiv bleiben. Vorab-Information ist alles, finden die erfolgreichen Jungbörsianer.

 

 

 

 

 

Freie Presse, 16.01.2014